18. August 2010
Momentan sind wir nahezu Tag und Nacht damit beschäftigt, die Räume unseres Hauses mit Farbe zu versehen. Es wäre aber ja zu simpel den Farbtopf zu öffnen, den Pinsel oder die Farbrolle zu nehmen und zu sreichen. Hier, im Land der Sonne, geht das logischerweise etwas anders.
Als erstes werden die rauh geputzten Wände mit Schmirgelpapier entsandet.
Danach wird gelöschter Kalk mittels Bürste aufgestrichen.
Wenn der Kalk getrocknet ist, werden die Unebenheiten weggeschmirgelt.
Der Nächste Arbeitsschritt besteht darin, mit einer Rolle eine Versiegelung auf zu bringen.
Und dann ist es endlich soweit: Die Farbe darf an die Wände.
Selbstverständlich wird alles zwei Mal gestrichen, weil die Farbe sonst nicht gut deckt!
Zu allem Überfluss kommt noch erschwerend hinzu, dass die Räume teilweise bis zu 5 Meter Höhe aufweisen. Da kommt ganz schön was an Fläche zusammen. (Wenn mal etwas Ruhe nach unserem Umzug eingekehrt sein sollte, mache ich mir vielleicht mal den Spass uns rechne die gesamte gestrichene Fläche aus
) Ich weiß gar nicht, wie oft wir die Leitern verstellt haben und sie rauf und runter geturnt sind. Auch die Tage, die alles in Anspruch genommen hat haben wir nicht gezählt.
Das auf dem Bild ist übrigens nicht der Bunte Hund, sondern Roland bei den unumgänglichen Turnübungen.

"Turnübungen" in luftiger Höhe
Von den bunten Hunden gibt es bisher übrigens kein Bild; aber ihr könnt uns glauben, dass auf Grund der Tatsache, dass eigentlich immer irgendeiner der Hunde in unmittelbarer Nähe der Farbrollen oder Pinsel zu finden ist, keiner von Farbkleksen verschont geblieben ist. Da wir unsere Wände nicht in Einheitsweiss haben wollten , ist das mit dem “Bunt” wörtlich zu nehmen.
31. Juli 2010
Es ist alles dran; Kopf mit Mund, Nase, 2 Augen und 2 Ohren, Bauch, 4 Beine und ein Schwänzchen. Für Zenzi schien es ziemlich einfach gewesen zu sein. Es war ja schließlich (nach Eli) schon ihre zweite Geburt. Nach kurzer Zeit stand das Kälbchen schon auf und hat auch die Milchquelle gut gefunden. Beiden geht es gut.

Zenzi mit Baby, wenige Minuten nach der Geburt
Erstaunlicherweise ist es nicht ganz weiß gefärbt wie die Mama und seine Schwester. Die Mendelschen Erbgesetze kommen hier voll und ganz zum tragen.

Es steht ja schon
28. Juli 2010
Wie inzwischen hinreichend bekannt sein dürfte, haben wir ja schon ziemlich viel Grün überall; zumindest was unsere Ländereien betrifft. An dieser Stelle sei mal erwähnt, dass ein ganz lieber Freund der Familie immer von “Urwald” spricht. (Wir glauben aber, dass er nicht die vielen Bäume und Büsche, sondern das “Weit weg” meint
.)
Heute wollen wir Euch mal unser fast bezugsfertiges Haus vor dem eigenen “Urwald”-Hügel zeigen.

Unser bescheidenes "Urwaldheim"
Da zu jedem Urwald auch ein Wasserfall gehört, wir aber auf unserem Land leider keinen eigenen solchen haben, sind wir auf die Idee gekommen einen in unser Haus zu integrieren. Er ist sehr schön geworden; nur fehlt noch ein bisschen Grün. Das Bild entstand beim Probefallen. (Es steht natürlich außer Frage, dass es demnächst ein Bild gibt, wenn alles fertig grün arrangiert ist!)

Wasserfall noch ohne Grün
Und weil wir gerade schon mitten in der Romantik stecken, hier noch ein schönes Bild vom liegenden Mond.

Guter Mond, Du liegst so stille!
8. Juli 2010
Vor ein paar Tagen durfte Julia am Ende des Montag bis Freitag um sieben Uhr stattfindenden allmorgentlichen Schulbeginn-Rituales vor allen anwesenden Schülern ein Musikstück auf der Querflöte zum Besten geben. Sie suchte sich das Thema aus “Die Schöne und das Biest” von Andrew LLoyd Webber aus. Und weil sie es so gut gemacht hat, durfte sie das ganze beim “Mittags-Antreten” noch einmal wiederholen.

Julia spielt vor versammelter Mannschaft
Das allmorgentliche Schulbeginn-Ritual übrigens besteht darin, dass alle Schüler klassenweise im Karrée um das Podium Aufstellung nehmen und gemeinsam die Nationalhymne gesungen wird. Natürlich wird dabei die Flagge präsentiert (vgl. Bild) und stramm gestanden.
15. Juni 2010
Seit wir hier sind, haben wir ja schon einiges ungewöhnliches gesehen und erlebt. Gestern konnten wir unsere Sammlung skurriler Begebenheiten wieder etwas vervollständigen.
Vor dem Wochenende tauchte plözlich von unserem Berg her eine fremde Kuh auf. Das befragen der Nachbarn erbrachte zunächst nichts. Am Sonntag meldete sich ein Mann aus dem ca. 10 km (Luftlinie) entfernten Pirayu und fragte nach seiner Kuh. Gestern Abend in der Dunkelheit kam er mit einem Helfer um die Kuh abzuholen.
Es ging alles so schnell, dass wir nicht einmal ein Foto machen konnten. Der Leser mag meinen, dass er mit einem kleinen LKW oder einem Anhänger kam; weit gefehlt! Sein Fahrzeug war ein uralter Opel Ascona.
Nach dem Motto “Wie bekommt man einen Elefanten in den Kühlschrank?” funktionierte das auch mit der Kuh:
Alle Sitze (außer dem des Fahrers) raus, die vier Beine der Kuh zusammengeschnürt und sie umgeschmissen, rein damit durch die Beifahrertür. Ein bisschen schieben und drücken, Helfer auf den Rücken der Kuh, Beifahrertüre zu, Fahrer rein, anderer Türe zu, Motor mühevoll anlassen, raus zum Hoftor. …
!!! Wir betonen hier ausdrücklich, dass es nicht unsere Idee war und wir auch keine Ahnung davon hatten !!!
3. Juni 2010
Nicht nur dass wir uns mit ganz großen Schritten dem Winteranfang nähern, nein, wir nähern uns auch anderen Dingen. Spätherbst bedeutet heuer ziemlich kühle Temperaturen. Tagsüber zwischen 20 und 25 Grad und in den Nächten durchschnittlich 15 bis 20 Grad, wobei es an nass-kalten Tagen bzw. Nächten schon auch mal weniger hatte; der kälteste Tag 16 Grad und die kälteste Nacht 8 Grad. Gut, dass wir unsere dicken Sachen mitgebracht haben und auch noch wissen wo sie “vergraben” waren.
Unsere Werbeflyer, um Auskunft zu geben, was wir alles anbieten, sind übrigens auch so W E I T ! Informationen über unser Ferienhaus hatten darauf leider keinen Platz mehr und finden sich weiter unten!
Den Flyer haben wir allerdings nur auf Spanisch drucken lassen. Für alle unsere nichtspanischsprechenden Leser haben wir ihn mal übersetzt.

Unser Flyer auf Deutsch
Zusätzlich bieten wir ab August unser Ferienhaus im Paraguay-Stil für 2 – 6 Personen zur Miete an.

Ferienhaus zu vermieten
Es hat ca. 67 m², 2 Schlafzimmer, Dusche/WC, ein geräumiges Wohn-/Esszimmer mit Küche und zwei überdachte Terrassen. Die Benutzung der Sportplätze (Fußball, Volleyball) und des Grillplatzes sind inclusive. Der Preis beträgt 150.000 Guaranies/Nacht + Endreinigung 150.000 Guaranies.
Auf Wunsch ist auch ein Frühstück für 20.000 Guaranies/Person inclusive.
Eine Langzeitmiete (ab 4 Wochen) für 2.500.000 Guaranies ist ebenfalls möglich.
Außerdem bieten wir auch den Transfer vom und zum ca. 60 km entfernten Flughafen Asuncion für 200.000 Guaranies an.
Reservierungen sind jederzeit möglich und selbstverständlich beantworten wir auch ebenso gerne Ihre Fragen!
An erster Stelle muss hier natürlich – es geht nicht anders – den Pferden und Ponies Tribut gezollt werden. Mittlerweilen sind es sechzehn geworden. Da ein Gruppenbild etwas schwierig werden würde, wollen wir uns heute lediglich auf die Namen beschränken. (Bilder der Neuzugänge finden sich weiter unten!)
Da hätten wir zunächst den Hengst Tricolor und die Wallache Aslan, Dingo, Erwin, Rudi und Merlin sowie Manso und Michimi. Die Stuten nennen sich Luna, Jasy, Sony, Saltarina, Elfi, Zafira und die Hengstfohlen Hermann und Bronco. Gar nicht so leicht den Überblick zu behalten
.
Die beiden Kühe heißen Julie und Zenzi und ihre Kälbchen Ignaz und Eli. Der Größe nach sortiert würden nun die Hunde kommen, zumindest unser Mefi. Die anderen sind alle etwas kleiner, gleichwohl die ehemals kleine schmächtige Nelli ganz schön aufgeholt hat. Die anderen Hunde heißen: Amigo, Leika, Pelusa, Roquita, und der letzten beider Welpen Geyser, Würmchen, Oscar, Miele, Lady, Fussel, Pongo und der Findling Pequena.
Julias Schwein namens “Schweini” gedeiht auch prächtig. Noch ein bischen mehr speck auf die Rippen, … . In unserem knapp 1000 m² großen Gehege tummeln sich im und am großen Teich sechs Gänse, zwei Enten mit zwei Küken, vier Hennen und ein Hahn und zahllose kleine Hühner und Küken. Unser Blaustirnamazonenmännchen (was für ein Wort!) kurz auch Papagei genannt heißt Pancho.

Susanne mit "Michi" (gesprochen Mitschie) und Hasi
Unsere Neuzugänge sind ein Albino-Häschen und das uns zugelaufene Kätzchen “Mitchi”.
Unser neues Nasenbärenmännchen heißt “Kiri”.

Nasenbär "Kiri"
Die vormals erwähnten kleinen Häschen sind uns leider bereits nach kurzer Zeit aus ihrem Käfig ausgebüchst, so dass wir über sie nichts mehr berichten können.
18. Mai 2010
und somit auch endlich wieder Zeit für Neuigkeiten.
Der Winter kommt mit großen Schritten. Die Temperaturen sind drastisch gesunken. Tagsüber haben wir zur Zeit nur noch 20-25 Grad; Nachts ist es mit 10 bis 20 Grad schon sehr frisch.
Die letzten Wochen waren sehr arbeitsintensiv. Wir haben ungefähr 1000 m² von Sträuchern und vielen Büschen befreit und ein Nachbar (ehemals aus der schönen Schweiz) kam mit seinem Traktor samt Pflug um daraus einen Garten zu ackern.

Adrian beim Ackern
Inzwischen sind nicht nur Rettiche,Radieschen, Gurken und Tomaten, sondern auch Paprika, Stangenbohnen, Erbsen, Zuchini und Melonen gesäht sowie Mammon (auch Papaya genannt), Bananenstauden und Acerolakirschen gepflanzt. Ja ja; auf 1000 m² geht schon was rauf; Susanne kann sich hier so richtig austoben!
Zenzi, eine unserer Kühe, hatte sich vorletzte Woche ein Stück maroden Stacheldrahtzaun zunutze gemacht und sich das ganze Grün des dort gewachsenen Elefantengrases genüsslich einverleibt. Als Folge dessen haben wir den Zaun abgebaut und mit neuen Pfosten sinnvoll versetzt, so dass das Feld jetzt wesentlich größer ist. Es war ganz schön viel Arbeit ca. 150 m Zaun mit 4x Stacheldraht Huf- und Klauentiersicher abzuspannen. Die abgefressenen Stengel haben wir gleich als Setzlinge wieder verwertet und eingepflanzt. Da noch reichlich Platz über war und sowohl Kühe, als auch Pferde noch viel lieber Zuckerrohr als Elefantengras fressen, haben wir bei einem Nachbarn 400 laufende Meter Zuckerrohr geschlagen und in kleine Stücke gehauen um sie einzupflanzen.

Beim zerstückeln des Zuckerrohres

Beim pflanzen der Zuckerrohrstücke
Wenn das alles groß gewachsen ist, wird das ein Festmahl für Pferde und Kühe. Wie eingangs schon erwähnt wird das alles im Moment mit viel Wasser (mit Unterbrechungen ca. 30 Stunden Regen) kräftig gegossen.
6. April 2010
Ohne langen Kommentar

Rockitas 9 Welpen 14 Tage alt

Pelusas 7 Welpen 1 Tag alt

Danielas Baby 13. Woche
22. März 2010
Das waren seine letzten Worte, bevor er durch die Passkontrolle ging. Zehn ereignisreiche Tage lagen hinter ihm; doch er wollte es nicht anders!

Ganz schön dünn, die Luft hier oben!
Auf das Pferd ist er übrigens freiwillig geklettert; und mit Mühe auch oben geblieben – zumindest als es anfing zu galoppieren. Es hat dann aber nach kurzem wieder aufgehört damit und Stefan war heilfroh, daß der unvorhergesehene Adrenalinausstoß beendet war.
Es war für ihn nur ein kurzer Kontroll-Besuch, aber er war mit dem Fortschritt auf den Baustellen recht zufrieden. Besonders das Baden in unserem schönen Pool hatte es ihm angetan. Auf Bilder hiervon wird aus ästhetischen Gründen aber verzichtet