Nach reibungslosem Flug von München sitzen wir nun hier in Madrid und hoffen wartend, dass es den beiden Hunden gut geht. Den Weg vom Ankunfts- zum Abflugterminal bewältigen wir mit unserem schweren Handgepäck zuerst zu Fuß, und dann mit einer Art U-Bahn. Jetzt ist es Mitternacht und viel Zeit auf den Anschlussflug nach Montevideo in Uruguay zu warten.
Nach pünktlichem Start und nahezu unendlichen 12,5 Stunden in der Luft sitzen wir hier in Uruguay am Flughafen. Wegen des „schlechten Wetters“ war der Flughafen zwischenzeitlich geschlossen und es wurde überlegt, uns nach Buenos Aires in Argentinien umzuleiten. Das wurde dann aber doch nicht gemacht.
Beim Aussteigen haben wir kurz unsere beiden Hunde auf dem Gepäckwagen vorbei fahren sehen. Von der Ferne gesehen scheint es ihnen gut zu gehen.
Die Weiterflieger wurden von den übrigen Passagieren separiert und per Bus zu einem anderen Teil des Flughafens gefahren. Hier sitzen wir nun und warten auf den nächsten Weiterflug nach Asuncion. Wegen der „schlechten Wetterverhältnissen“ ist unser Abflug von 12:20 Uhr Ortszeit (also 17:20 Deutsche Zeit) auf 13:45 Uhr verschoben. Komischerweise starten andere Flieger nach Sao Paulo, Curitiba, etc. die später gehen sollten, mit viel weniger Verschiebung. Da ist doch südamerikanische Schiebung im Spiel? Die Zwischenzeit nutzen wir, um uns zu erkundigen, wo und wann das CheckIn für die neuen Boardingkarten (die konnte man uns in München nicht gleich ausstellen) stattfindet. Der letzte Flieger hier ist nicht von der Iberia, sondern von Pluna. Wir sind gespannt, wann es weiter geht und in welchen Vogel man uns schickt.
Das „Schlechte Wetter“ besteht übrigens darin, dass es weder regnet noch schneit, oder windig ist; lediglich die Sonne hat sich hinter dunklen Wolken versteckt und spitzt ab und an doch noch zwischendurch hervor. Die Einheimischen und manche Fluggäste laufen bei ca. 20 Grad mit dicken Winterjacken und Pullovern umher.
Natürlich tat sich für einen Abflug um 13:45 gar nichts. Wir wissen nicht wie viele Maschinen zwischenzeitlich abgefertigt wurden; eigentlich war es uns mittlerweile auch egal. Wir wollten eigentlich nur weiter! Mit pünktlichen zwei Stunden Verspätung um 14:20 hob der Vogel, eine verhältnismäßig neue Maschine (des Typs Bombardier CL900) ab. Auch dieser Flug verlief problemlos, so dass wir um 15:05 Ortszeit (21:05 Deutsche Zeit) bei 27 Grad Celsius endlich in Asuncion landeten.
Gero erwartete uns schon bei der Gepäckausgabe, wo sämtliche Gepäckstücke und Hunde schon angekommen waren. Mittels einiger schnell organisierter Helfer wurde alles auf einen kleinen LKW verladen.

Zu unserer großen Überraschung waren auch Cynthia (unsere Architektin) mitsamt Begrüßungskuchen und Artillo (ein weiterer Freund, durch den wir letztlich unser Grundstück gefunden haben) mitgekommen.
Die letzten 40 Kilometer durch den Stadtverkehr Asuncions bis zu Gero nach Itaugua verliefen unspektakulär.
Alles in allem, also seit unserer Abfahrt am Dienstag um 15 Uhr in Wilhelmsdorf, bis zur Ankunft am Mittwoch um 17 Uhr (Ortszeit) bei Gero, waren wir mörderische 32 Stunden auf Achse. Für die Statistik sei noch erwähnt, dass wir davon 3,5 Stunden mit Autofahren, 11 Stunden mit Warten, Einchecken etc. und lediglich 17,5 Stunden mit Fliegen beschäftigt waren.



