24. September 2009

Der M-M-M-A-Flug

Nach reibungslosem Flug von München sitzen wir nun hier in Madrid und hoffen wartend, dass es den beiden Hunden gut geht. Den Weg vom Ankunfts- zum Abflugterminal bewältigen wir mit unserem schweren Handgepäck zuerst zu Fuß, und dann mit einer Art U-Bahn. Jetzt ist es Mitternacht und viel Zeit auf den Anschlussflug nach Montevideo in Uruguay zu warten.

Nach pünktlichem Start und nahezu unendlichen 12,5 Stunden in der Luft sitzen wir hier in Uruguay am Flughafen. Wegen des „schlechten Wetters“ war der Flughafen zwischenzeitlich geschlossen und es wurde überlegt, uns nach Buenos Aires in Argentinien umzuleiten. Das wurde dann aber doch nicht gemacht.
Beim Aussteigen haben wir kurz unsere beiden Hunde auf dem Gepäckwagen vorbei fahren sehen. Von der Ferne gesehen scheint es ihnen gut zu gehen.
Die Weiterflieger wurden von den übrigen Passagieren separiert und per Bus zu einem anderen Teil des Flughafens gefahren. Hier sitzen wir nun und warten auf den nächsten Weiterflug nach Asuncion. Wegen der „schlechten Wetterverhältnissen“ ist unser Abflug von 12:20 Uhr Ortszeit (also 17:20 Deutsche Zeit) auf 13:45 Uhr verschoben. Komischerweise starten andere Flieger nach Sao Paulo, Curitiba, etc. die später gehen sollten, mit viel weniger Verschiebung. Da ist doch südamerikanische Schiebung im Spiel? Die Zwischenzeit nutzen wir, um uns zu erkundigen, wo und wann das CheckIn für die neuen Boardingkarten (die konnte man uns in München nicht gleich ausstellen) stattfindet. Der letzte Flieger hier ist nicht von der Iberia, sondern von Pluna. Wir sind gespannt, wann es weiter geht und in welchen Vogel man uns schickt.
Das „Schlechte Wetter“ besteht übrigens darin, dass es weder regnet noch schneit, oder windig ist; lediglich die Sonne hat sich hinter dunklen Wolken versteckt und spitzt ab und an doch noch zwischendurch hervor. Die Einheimischen und manche Fluggäste laufen bei ca. 20 Grad mit dicken Winterjacken und Pullovern umher.

Natürlich tat sich für einen Abflug um 13:45 gar nichts. Wir wissen nicht wie viele Maschinen zwischenzeitlich abgefertigt wurden; eigentlich war es uns mittlerweile auch egal. Wir wollten eigentlich nur weiter! Mit pünktlichen zwei Stunden Verspätung um 14:20 hob der Vogel, eine verhältnismäßig neue Maschine (des Typs Bombardier CL900) ab. Auch dieser Flug verlief problemlos, so dass wir um 15:05 Ortszeit (21:05 Deutsche Zeit) bei 27 Grad Celsius endlich in Asuncion landeten.

Gero erwartete uns schon bei der Gepäckausgabe, wo sämtliche Gepäckstücke und Hunde schon angekommen waren. Mittels einiger schnell organisierter Helfer wurde alles auf einen kleinen LKW verladen.

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Zu unserer großen Überraschung waren auch Cynthia (unsere Architektin) mitsamt Begrüßungskuchen und Artillo (ein weiterer Freund, durch den wir letztlich unser Grundstück gefunden haben) mitgekommen.
Die letzten 40 Kilometer durch den Stadtverkehr Asuncions bis zu Gero nach Itaugua verliefen unspektakulär.

Alles in allem, also seit unserer Abfahrt am Dienstag um 15 Uhr in Wilhelmsdorf, bis zur Ankunft am Mittwoch um 17 Uhr (Ortszeit) bei Gero, waren wir mörderische 32 Stunden auf Achse. Für die Statistik sei noch erwähnt, dass wir davon 3,5 Stunden mit Autofahren, 11 Stunden mit Warten, Einchecken etc. und lediglich 17,5 Stunden mit Fliegen beschäftigt waren.

Kategorie: Allgemein – admin 17:06

Abschied ist ein bisschen viel wie sterben

Am 29. August veranstalteten wir unsere Abschiedsparty. Es waren –obwohl mitten in der (bayerischen) Ferienzeit- über 100 Personen da, um uns Lebewohl zu sagen. Es war eine wunderschöne Zeit, mit vielen tollen Gesprächen. Das obligatorische Essen war gut und genug. Die parallel gezeigte DVD „Paraguay – viel schöner als sein Ruf“ verschaffte einen guten Überblick über Land und Leute.
Es war eine sehr rührige gemeinsame Zeit. Vielen Dank an alle.

Samstag der 11. September war unser Großkampftag. Der Überseecontainer stand vor der Türe und musste beladen werden. All die vielen Kartons unterschiedlichster Größe, die Plastikfässer, Fahrräder, eine Pferdekutsche und ein VW-Bus sollten verstaut werden. Insgesamt 20 Mann (13 Helfer plus wir 7) werkelten wie die Wilden und schafften es tatsächlich alle Packstücke –immerhin knapp 450 an der Zahl- innerhalb von 3 Stunden zu verstauen. Besonderer Dank gilt allen Tetris-Experten, die dieses Kunststück fertiggebracht haben.

Letzten Sonntag sind viele Weggefährten der letzten Jahre und Freunde zu uns in die Gemeinde nach Erlangen gekommen. Wir durften soooooooooooooooo viele gute Wünsche in Empfang nehmen. Vielen Dank dafür.

Die letzten Beiden Nächte haben Susanne und Roland nach Bed-and-Breakfast-Manier bei ganz lieben Freunden im Nachbardörfchen Brunn verbracht. Unsere Matratzen und das Bettzeug waren ja im Container.
In der letzten Nacht in Deutschland saßen wir bis früh um 2:30 Uhr um die Packliste des Containers in Deutsch und Spanisch zu schreiben.

Die letzten Stunden

Vor lauter lieb gemeinten Abschiedsbesuchen und –anrufen kamen wir kaum zum räumen und Koffer packen. Mittags kamen noch die Herren vom Möbellager der Diakonie in Neustadt/Aisch um einige Stücke abzuholen. Zum Ende zu wurde es sogar fast noch hektisch.
Aber wir haben es geschafft. Gute Freunde aus der Gemeinde kamen bis 14 Uhr, um uns beim verladen zu helfen und mit uns gemeinsam zum Flughafen München zu fahren. Mit 13 Gepäckstücken, 6x Handgepäck, zwei Hunden samt Flugboxen und vier Autos fuhren wir fast pünktlich um kurz nach 15 Uhr los; natürlich nicht ohne uns noch von speziellen Freunden aus Wilhelmsdorf zu verabschieden. Besonders bewegt hat uns, dass Nachbarn Ihre Arbeitsstelle extra zeitig verlassen haben, um uns noch mal zu sehen und uns zu verabschieden.
Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle. Die Abfertigung ebenso.

Kategorie: Allgemein – admin 17:01